Archiv der Kategorie: Photo

Lazise 2016

Die kleine Stadt am Süd-Ost-Ufer des Gardasee war ja schön öfter das Ziel meiner Sommerreise. Nachdem im letzten Jahr das Thema ins Wasser fiel, sollte es dies Jahr wieder Lazise und ein nahe gelegener Campingplatz sein.

Man sollte ja nie sagen: manche Dinge, glaubte ich, würden sich HIER nie ändern. Viel ist es auch nicht. Aber …

Venedig lässt grüssen ....
Venedig lässt grüssen ….

Wir kennen die Bilder aus der Lagunenstadt, in denen die einfallenden Kreuzfahrtschiffe höher sind, als die Häuser. Die „Dampfer“, die ansonsten auf dem Gardasee schippern, sind alle mehr oder weniger nostalgisch und passen sehr gut ins das dortige Ambiente. Dies hier … : Geschmackssache. Der eine hat ihn, der andere nicht.

Der Strand am Campingplatz meiner Wahl wurde auch „aufgeräumt“, der Sand festgestampft, alles war schön ordentlich in diesem Jahr. Schön ist es dennoch. Unten gibt es einige aktuelle Aufnahmen von der Stadt und dem See.

Für mich eine der schönsten Hafenpromenaden.
Für mich eine der schönsten Hafenpromenaden.
Die Natursteine schützen den Strand vorm wegspülen und sehen auch noch gut aus..
Die Natursteine schützen den Strand vorm wegspülen und sehen auch noch gut aus..
In dem kleinen Turmhaus den Arbeitsplatz unterm Dach: das könnte ich mir schon lange gut vorstellen.
In dem kleinen Turmhaus den Arbeitsplatz unterm Dach: das könnte ich mir schon lange gut vorstellen.

Ein Mann sollte einen Baum pflanzen …

So sagt man. Für Japaner bedeutet dies die Verbundenheit mit Schönheit, Aufbruch und Vergänglichkeit.
Andere sagen: „Ein Mann muss drei Dinge im Leben tun: „Ein Haus bauen, einen Sohn zeugen und einen Baum pflanzen“. Eine Variante davon ist: „Einen Sohn zeugen – einen Baum pflanzen – ein Buch schreiben“.

Welcome Olivi!
Welcome Olivi!

Nachdem ein Sohn bisher nirgend dokumentiert,  Haus & Buch bereits vor etlichen jahren „erledigt“ wurden, bekam ich bei der Erfüllung der Lebensaufgabe nun Hilfe: ein Olivenbaum hielt gestern Einzug in die BO30. Den Freunden sei Dank!

Wie das vielleicht in einigen Jahren aussehen könnte, ist auf diesem Photo aus der Nähe von Malcesine zu sehen.

Nachlese

Damit sich Olivi sich hier auch richtig wohlfühlt, gab es als erstes eine neue „Behausung“. Und im Zeitalter von Mobilität sollte ebendiese ebenfalls gefördert werden.

Also: Baumarkt, Holzplatte kaufen, behandeln, im Keller kramen und vier Hochlastlenkrollen finden, deren Kugellager mit Fett behandeln, sie anbringen, einen Abfluss mittig herstellen und dann noch eine Seilführung anbringen.

Hat Spass gemacht, mal wieder etwas mit den Händen machen zu können.

Olivi´s neues Heim
Olivi´s neues Heim

In „klein“ sehen sie ja schon ganz gut aus. Wie sie schmecken werden?

Wie sie wohl schmecken?
Wie sie wohl schmecken?

Herbstfarben

Heute nachmittag gab es noch einmal sehr schönes Licht und ich hatte beim Aufräumen meine ältere Kamera in die Hand bekommen.

Also nochmal raus und ab nach Tegel, Richtung Villa Borsig. Das Ergebnis ist hier zu sehen.

Blätter im Gegenlicht
Blätter im Gegenlicht
Späte Heimkehr
Späte Heimkehr
Letztes Grün
Letztes Grün

Couleurs de l’automne

Zu faul, um den sonntäglichen Spaziergang mit einer kilometerweiten Anfahrt zu beginnen, also den kurzen Weg gewählt: ab nach Lübars.

Noch ist es früh, die Langschläfer aus den umliegenden MV-Burgen sind noch nicht auf den Beinen und Hunde sind mir bis auf einen auch keine begegnet. Also ideal, um auf die Geräusche der Natur zu achten. Das Morgenkonzert der Vögel war lauter als erwartet: ein Genuss in Dur.

Ganz geeignet, um einige Zeit still in der Sonne zu stehen und auf die herbstlichen Farben zu achten. Die gibt´s wirklich nur im Herbst. Ein paar davon liessen sich einfangen.

Nebel Richtung Blankenfelde
Nebel Richtung Blankenfelde
couleurs de l'automne
couleurs de l’automne

 

Barberie á la italy

Nachdem der Herbst hier eingezogen ist, steht ja (wenigstens bei den Discountern) Weihnachten fast vor der Tür. Und zu Weihnachten gehört bei uns Gans, Ente oder so ähnlich fest zum Programm. Das gehört geprobt. Vor allem, wenn mal wieder etwas variiert werden soll.

Diesmal soll es einen italienischen Touch erhalten. Fertige Rezepte gefielen mir nicht so richtig, daher wird wie immer etwas abgeändert.

Eine italienische Gaake gabs schon mal nicht.  Also kam die französische Kollegin in die Küche:  die Barberie-Ente wurde es diesmal.

Dabei handelt es sich um ein Tier, das eigentlich aus Südamerika kommt und von Kolumbus in Europa eingeführt wurde. Die Barberie-Ente ist ein recht mageres Tier. Viel für die Soße war also nicht zu erwarten.

Die Zutaten zu Barberie-Ente
Die Zutaten zu Barberie-Ente

Was ist ausser der Ente noch dabei?

  • Oregano für den italienischen Geschmack
  • selbstgezogene Ochsentomate
  • rote kernlose Weintrauben
  • Sultaninen, also getrocknete Weintrauben
  • ein Lorbeerblatt

Und für den Koch war ein Amarone aus 2003 am Start („weils ja sonst eh nix wird“).  Der muss in dieser Saison die Flasche verlassen, weil er nun nicht mehr besser wird.

Eine zweite Flasche, nämlich ein trockener Prosecco war eher für den Topf bestimmt. Aber nun zunächst zum Start.

Die in Scheiben geschnittene Tomate, die Rosinen, die Sultaninen und das Lorbeerblatt wurden eine Viertelstunde in Olivenöl geschwitzt.

Die Zuaten für die Soße
Die Zuaten für die Soße

In der Zwischenzeit wurde die Entenkeule gesalzen und etwas in die dünne Fettschicht gepiekst. Danach wurde der Sud mit dem Prosecco gelöscht. Dann gings für die Ente rein in den Topf.  Die Oregano-sträucher wurden einfach auf die Keule gelegt.

Das ganze wurde mehrfach „nachgebessert“,  zum Schluss aber noch einmal stark reduziert.

Kurz nach dem Eintreffen im Topf
Kurz nach dem Eintreffen im Topf

Als Beilage sollte es Rosmarin-Kartoffeln geben. Also wurden neue Kartoffeln vorgekocht und dann mit einem Rosmarin-Strauch leicht gebraten.

Leicht angebratene Kartoffeln mit Rosmarin-Begleitung
Leicht angebratene Kartoffeln mit Rosmarin-Begleitung

Auf dem Teller sah das dann inclusive aller Zutaten so aus:

Tutto completo: Barberie-Entenkeule mit leckerer Soße, Rosmarin Kartoffeln und und einem Costalago aus 2003
Tutto completo: Barberie-Entenkeule mit leckerer Soße, Rosmarin Kartoffeln und und einem Costalago aus 2003

 

Fazit: Test gelungen, das Fleisch war erwartungsgemäß zart und mager. Die Soße war recht lecker, die wird (hoffentlich) zu Weihnachten wenigstens genauso gut. Die Ente oder vielleicht doch Gans muss noch gesucht werden, schliesslich soll es noch etwas italienischer werden.

Mal wieder an der Müritz

Strand am Campingplatz Bolter Schleuse
Strand am Campingplatz Bolter Schleuse

Obwohl die Müritz mit all ihren wundervollen, romantischen Flecken von Berlin aus quasi vor der Haustür liegt und ich mich dort meist sehr wohl gefühlt habe, wurde sie von mir doch in den letzten drei Jahren sträflich vernachlässigt.

Nun konnte ich mich endlich mal wieder aufraffen, bin morgens um 7:00 losgefahren und hatte nach einanhalb Stunden den Genuss eines noch sehr ruhigen Strandes. Pünktlich zu meinem Eintreffen fing es dann auch an zu regnen, was mich aber nicht weiter störte.

Ein paar schöne Eindrücke konnte ich vom Campingplatz Bolter Schleuse mitbringen. Sehet.

Strand am Campingplatz Bolter Schleuse
Strand am Campingplatz Bolter Schleuse

Seit 2007 gibt es ein sehr einfaches kleines Fischlokal, das von einer Fischereigemeinschaft betrieben wird. Hier wird selbst gefangenes frisch geräuchert und in einfacher Form, aber eben sehr lecker zu bezahlbaren Preisen angeboten. Die Klassiker (Forelle im frischen Brötchen etc.) gibt es immer. Hecht, Maräne und ähnliches gibt es, wenn welche gefangen wurden.

Fischereilokal Rotunde an der Mürtz
Fischereilokal Rotunde an der Müritz

 

Kirschblüte

Drei Tage ´mal nicht aufgepasst und: die Kirsche blüht! Wenn auch nur die Hälfte davon ´was wird, gibt es dies Jahr wieder eine Menge schön saurer Kirschen.

Schade nur, dass ich die überhaupt nicht mag. Aber ich kenne zwei Vögel, die gerne in meinen Kirschbaum steigen und ihn abernten. Und für die freue ich mich.

Kirschblüte im April
Kirschblüte im April